Im Jahr 1248 werden Parchimer Schulen erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1564 hat Parchim eine Große Stadtschule, deren Organisation der des späteren Gymnasiums gleicht. 1605 wird die Große Stadtschule an den Platz der Kapelle zum Heiligen Blut verlegt. 1827 erfolgt die Umwandlung in ein Gymnasium mit dem Namen „Friedrich-Franz-Gymnasium“. In der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland erhält diese Schule den Namen „Moltkeschule für Jungen“. In der erweiterten Oberschule (EOS) konnten Schüler während des Bestehens der DDR ihr Abitur ablegen. 1991 wird das Gymnasium wiedereröffnet. Es erhält am 26.05.1994 seinen alten Namen „Friedrich-Franz-Gymnasium“ zurück.

Am 10.12.1756 wurde Friedrich Franz I. in Schwerin geboren. Er war ein Einzelkind und wurde vom Gouverneur erzogen.
Der junge Fürst verkörperte die 20. Generation der wendischen Krone und war viel unterwegs. So ging er zum Beispiel für 6 Jahre auf Reisen zuerst nach Lausanne und dann nach Genf. Schon mit 15 Jahren wurde er zu den politischen Geschäften herangezogen und wurde unter der Anleitung des Herzogs mit der Verfassung und der Geschichte des Landes Mecklenburg auf das Innigste vertraut gemacht.
Am 31.05.1775 wurde er mit Louise von Sachsen- Gotha- Roda verheiratet. Aus dieser Ehe gingen vier Söhne hervor. Der „eigentliche Ernst des Lebens“ begann, als im April 1785 Friedrich der Fromme starb. Friedrich Franz regierte in Ludwigslust und vielleicht war er deshalb so eng mit Parchim verbunden. In Parchim gab es auch ein Friedrich-Franz-Gymnasium.
Am 71. Geburtstag, dem 10.12.1827 erklärte die Regierung, dass nun die Reorganisation der Schule unverzüglich in das Werk gesetzt werden, sie zum Gymnasium erhoben und ihr der Name des „Friedrich-Franz-Gymnasium“ beigelegt sein sollte. Friedrich Franz starb am 01.02.1837 in Doberan. Er war ein lebensfreudiger Herr, der verschiedene Interessen hatte, beim Glücksspiel, welches ihn große Summen kostete, und bei dem Frauen an erster Stelle standen. Zu seinem positiven Bild mag auch die Volkstümlichkeit des Herzogs beigetragen haben, welcher ebenfalls die Nähe zum Volk suchte.