24. Juni 2019 · Kommentare deaktiviert für Das FFG verabschiedet seine Abiturienten · Kategorien: Allgemein

Stundenpläne, Klausuren, das Pausengeschehen mit Freunden und die Ferien: Manchmal ist die Schule ein Kosmos für sich, der seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten folgt. Nach 12 Jahren Schulzeit kann man wohl von sich behaupten, man kennt sich aus im „Universum Schule“. Unter dem leicht ironisch gemeinten Motto „Abiversum – Die hellsten Sterne verlassen den Himmel“ ging der Lebensabschnitt „Schule“ der Abiturienten am Friedrich-Franz-Gymnasium jetzt zu Ende. Wo sonst lautstark Jugendliche ihre sportlichen Höchstleistungen ablieferten, breitete sich am vergangenen Freitag erwartungsvolle Stille aus.

Die Turnhalle verwandelte sich mit Hilfe vieler fleißiger Hände in eine festliche Bühne, die ca. 350 Gästen Platz bot, der Verleihung des diesjährigen Abiturs beizuwohnen. Insgesamt 54 Abiturienten nahmen Aufstellung vor den großen Lettern des Namenszuges des Friedrich-Franz-Gymnasiums, um das lang ersehnte Zeugnis in Empfang zu nehmen. In seiner Ansprache machte Schulleiter Volkhard Merzsch deutlich, was es heißt, Spuren zu hinterlassen – bei sich selbst und in der Gesellschaft. Spurenelementen nahm sich beispielsweise auch Abiturient Marcel Brandt an, indem er Zink oder Selen im Chemieunterricht nachwies. Für seine hervorragenden Resultate im Fachunterricht wurde er in die Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. aufgenommen. Konträr hierzu – auf den Gebieten der Epik, Lyrik und Dramatik – haben sich im Besonderen Romy Kohl (12b) und Lea Zaske (12c) hervorgetan, die eine Ehrenurkunde für das beste Deutschabitur 2019 verliehen bekommen haben. Neben diesen Auszeichnungen in den Fachdisziplinen gab es selbstredend auch Ehrungen für die Leistungsspitze des Jahrganges. Carolin Kautz aus der 12a und Hannes Knebler aus der Klasse 12b erreichten einen Abiturdurchschnitt von 1,4 und erhielten damit im übertragenen Sinne die Bronzemedaille im Wettrennen um den besten Durchschnitt.

Schulsprecher und langjähriger Drummer der Schülerband „Noisgate“, Pascal Wolf, erreichte die Abschlussnote von 1,3. Der Abiturient liefert ein gutes Beispiel dafür, dass sich soziales, musikalisches und naturwissenschaftliches Engagement durchaus vereinen können. Für seine Leistungen im naturwissenschaftlichen Bereich wurde er als Mitglied der „Deutschen Physikalischen Gesellschaft“ und der „Deutschen Mathematiker-Vereinigung“ aufgenommen. Nach dem Abitur zieht es Pascal nach Hamburg, wo er ein duales Studium im Bereich des Maschinenbauingenieurwesens aufnimmt. Er schätzt das norddeutsche Flair und möchte eine Rückkehr nach Mecklenburg-Vorpommern nicht ausschließen.

Mit einem Abiturdurchschnitt von 1,2 erarbeitete sich Mivia Loreen Kuhnke aus der Klasse 12b das beste Ergebnis am Friedrich-Franz-Gymnasium. In ihrer Schullaufbahn haben ihr vor allem die Fächer Mathematik und Physik besondere Freude bereitet. Mivia unterstrich dabei insbesondere das vertrauensvolle Verhältnis zu ihrer Klassenlehrerin bzw. Tutorin Michaela Lüders und lobte ihr unerlässliches Engagement für die Klasse über die verschiedenen Schuljahre hinweg. Die frischgebackene Abiturientin zeigt sich ganz regional verbunden und beginnt im September ein duales Studium an der Fachhochschule Güstrow, wo sie sich als Regierungsinspektoranwärterin dem Studium der öffentlichen Verwaltung widmen will. Langfristig möchte sie gerne in Mecklenburg-Vorpommern beruflich tätig bleiben und sich in ihrem Heimatbundesland eine Zukunft aufbauen.

Insgesamt erreichten die diesjährigen Absolventen einen Jahrgangsdurchschnitt von 2,45.  Diesen Erfolg feierten die Absolventen zusammen mit der Familie, Freunden und Lehrern in der Stadthalle von Parchim und bedankten sich hierbei auch bei ihren Tutorinnen Barbara Menzel (12a), Michaela Lüders (12b) und Marion Liermann (12c).

Als in der Nacht schließlich die letzten Abiturienten die Stadthalle verließen, hielt wohl jeder von ihnen kurz inne und stellte fest, dass dieses „Universum“ nun der Vergangenheit angehört. Nun kann eine neue Zeitrechnung beginnen, in der jeder Absolvent sich seine eigene kleine „Welt“ gestalten wird.

Autor: Max Zawadzki

Bild: Mivia Loreen Kuhnke und Pascal Wolf gehören zu den besten Abiturienten 2019 am Friedrich-Franz-Gymnasium. (Max Zawadzki)

17. Juni 2019 · Kommentare deaktiviert für Sportfest 2019 · Kategorien: Allgemein
13. Mai 2019 · Kommentare deaktiviert für Europa zwischen den Extremen – Friedrich-Franz-Gymnasium begeht den Europatag mit Projekten über politischen Extremismus · Kategorien: Allgemein

Europa zwischen den Extremen – Friedrich-Franz-Gymnasium begeht den Europatag mit Projekten über politischen Extremismus Sozialkunde, Geschichte und Deutsch – die drei Unterrichtsfächer fanden am vergangenen Donnerstag in einem Projekt zusammen. Fächerübergreifend und schulweit wurde das Leitthema der politischen Partizipation von Jugendlichen aufgegriffen und ganz unterschiedlich in Szene gesetzt. Die 7. Klassen befassten sich vor allem mit dem Demokratiebegriff ausgehend von der Antike, spannten einen Bogen zur aktuellen Migrationspolitik und verbanden dies kunstvoll mit dem Werk „Tschick“. Eine Jahrgangsstufe höher stand „Die Welle“ im Mittelpunkt und damit die Reflektion über das Entstehen autokratischer Bewegungen. Die Klassenstufe 9 setzte sich vor allem mit der Möglichkeit des Wählens ab 16 Jahren auseinander. Vor diesem Hintergrund schlüpften die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9c beispielsweise in die Rollen von Politikern verschiedener fiktiver Parteien und buhlten um die Gunst der Schülerstimmen. Die Aufgabe war es, die Mitschüler von einer vorgegebenen, teilweise abenteuerlichen Position zu überzeugen und auf diese Weise Sicherheit beim Argumentieren sowie im Umgang mit politischen Meinungen zu gewinnen. Mit ausgeklügelten Beispielen, eigens kreierten Slogans, einer eloquenten Vortragsweise und einer Prise Humor schafften es schließlich Theresia Kolbow und Maxim Tittel, sich im Wettstreit der Argumente gegen die anderen Kontrahenten durchzusetzen. Das Publikum belohnte deren Anstrengungen, indem es die Beiden an die Spitze wählte. Im gleichen Atemzug diente die Debatte dazu, Populismus zu dekonstruieren und als eine Gefahr für eine demokratische Grundordnung zu erkennen. Die Oberstufenjahrgänge 10 und 11 machten unter anderem die Entwicklungen innerhalb der Europäischen Union zum Thema und beleuchteten die Gefahren des Rechtsextremismus. Die Klasse 11b um Lehrerin Silke Danneberg ging darüber hinaus der Frage, nach wie politische Satire funktioniert. Der Projekttag sollte bewusst die üblichen Grenzen des Fachunterrichts überwinden und die Schülerinnen und Schüler auf das politische Geschehen in Deutschland und der EU aufmerksam machen. Möglich gemacht wurde der umfangreiche Projekttag durch die finanzielle Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Autor: Max Zawadzki

Bild: Maxim Tittel und Theresia Kolbow sind die Sieger in der „Wahlarena“ der Klasse 9c. (Max Zawadzki)

13. Mai 2019 · Kommentare deaktiviert für Parchims Zukunft · Kategorien: Allgemein

Am 03.05.2019 traf sich die Klasse10a des Friedrich-Franz-Gymnasiums mit mehreren Studierenden aus den Bereichen Städtebau und Ortsplanung sowie Architektur von der Technischen Hochschule Lübeck und der Leuphania Universität Lüneburg in der Stadthalle Parchim zu einem Workshop. Das große Thema war: „Was muss Parchim in Zukunft bieten, damit wir/ junge Leute nach dem Studium oder der Ausbildung zurück in die Stadt kommen?“ Der Tag begann mit der Begrüßung durch unseren Bürgermeister Herrn Dirk Flörke im kleinen Saal der Stadthalle. Nach kurzen Präsentationen, in denen Parchim durch filmische Beiträge und statistisches Material vorgestellt wurde, ging der spannende Teil los. Es wurden Gruppen gebildet, bestehend jeweils aus Studierenden aus Lüneburg, Lübeck und Schülern des FFG. Diese führten gemeinsam kleine Stadtrundgänge von ca. einer Stunde durch. Fünf Kriterien bekam jede Gruppe mit auf den Weg. Sie sollten einen besonders schönen Ort aufsuchen, einen eher „schlimmen“ und Orte, die mehr oder weniger Potenzial boten, um später sagen zu können, was man verbessern könnte und was die Stadt bereits ausmacht. Uns wurden häufig die Fragen gestellt, was wir uns wünschen würden, welche Kriterien die Stadt bieten müsste, welche Probleme es gibt und wo Orte sind, an denen wir uns wohl fühlen. Viele Informationen wurden ausgetauscht und nebenbei bekamen wir kleine Einblicke in studentisches Leben und Arbeiten. Zurückgekehrt in die Stadthalle, haben wir in den Gruppen unsere Gedanken geordnet, aufgeschrieben und somit grobe Konzepte erstellt. Es wurden uns neue Blickwinkel und Ansatzmöglichkeiten gezeigt, wie man an Aufgaben herangehen kann. Am 26. Juni findet ein zweiter Workshop statt, bei dem die Konzepte fertiggestellt und präsentiert werden sollen. Wir möchten uns bei allen Beteiligten dafür bedanken, dass wir die Chance bekommen haben, an der zukünftigen Entwicklung der Stadt Parchim ein wenig mitzuwirken, besonders bei unserem Klassenlehrer Herrn Neels, bei Prof. Dipl.-Ing. Frank Schwartze (TH Lübeck), Anika Slawski M.A. (TH Lübeck), Prof. Dr. Ing. Ursula Kirschner (Leuphania Universität Lüneburg), den Studierenden beider Hochschulen und dem Bürgermeister der Stadt Parchim. Der Tag war sehr bereichernd und eine ganz andere Art, schulisch zu arbeiten.

Autorin: Jule Kühn

Bild: Die Klasse 10a zusammen mit den Wissenschaftlern aus Lübeck und dem Bürgermeister Dirk Flörke vor der Stadthalle. (Jule Kühn)

06. Mai 2019 · Kommentare deaktiviert für Stolpersteine · Kategorien: Allgemein

Wenn Stolpern erwünscht ist Wer hektisch durch Parchims Straßen wandelt, nur noch kurz den Einkauf erledigt, ein Paket bei der Post aufgibt und danach noch dem Arzt einen Besuch abstattet, übersieht sie schnell, dabei müssten sie jedem eigentlich sofort ins Auge springen – Stolpersteine. Insgesamt 13 messingfarbende Steine sind in das Pflaster der Eldestadt eingelassen, im stillen Gedenken an die Vertreibung und Vernichtung von Juden, Sinti und Roma, politisch Verfolgten, Homosexuellen und Euthanasieopfern. In 24 Ländern finden sich über 70.000 Steine, davon 53.000 in 1265 Städten und Gemeinden in der Bundesrepublik Deutschland. Was 1992 als Projekt des Künstlers Gunter Demnig in Köln begann, hat Religionslehrerin Diana Schlüter-Beck 2019 mit der Klasse 7c des Friedrich-Franz-Gymnasiums neu aufgegriffen. Im Vorfeld setzte sich die Religionspädagogin intensiv mit der Thematik auseinander. Im Rahmen einer Fortbildung des Bildungsministeriums Mecklenburg-Vorpommerns besuchte sie in den Sommerferien über zwei Wochen Seminare an der bedeutenden israelischen Gedenkstätte Yad Vashem, welche es sich zur Aufgabe gemacht hat, an die nationalsozialistische Judenvernichtung zu erinnern und diese wissenschaftlich zu dokumentieren. Hieran schloss sich ein Besuch der Stadt Budapest an, wo die Synagoge und das Mahnmal für ermordete Juden am Ufer der Donau der Schwerpunkt waren. Im April 2019 hat Diana Schlüter-Beck in ihrer Funktion als Studienleiterin des Pädagogisch-Theologischen-Instituts der Nordkirche zudem eine Studienreise nach Krakau/Auschwitz organisiert und 20 Lehrkräfte für dieses Thema sensibilisiert. Vor dem Hintergrund dieses umfangreichen Fortbildungsprogramms erarbeitete sich die Religionslehrerin am FFG zusammen mit ihren Schülern der 7. Klasse das Judentum als Weltreligion und legte anschließend einen regionalen Schwerpunkt, indem die Ausstellung „Jüdisches Leben in Mecklenburg-Vorpommern“ in den Unterricht eingebunden wurde. In Teamarbeit legten die Schülerinnen und Schüler außerdem eigene Forschungsarbeiten an, wobei sie verschiedenen Fragen nachgingen. Wie gestaltete sich das Leben von Juden in Parchim? Was geschah mit der Synagoge? Was passierte mit dem jüdischen Friedhof? Welche Familien wohnten in Parchim und prägten das kulturelle und kaufmännische Leben der Stadt? Die Ergebnisse ihrer eigenen Forschung präsentierte die Klasse im April diesen Jahres unter anderem vor zwei Gästen des Heimatbundes e.V. In einer beeindruckenden Präsentation legten die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung von Ausgrenzung, Verfolgung, Deportation sowie den Verlauf von Familienschicksalen dar. Die Informationen zu Parchims Stolpersteinen wandelten sich zu einem persönlichen Bild. Gunter Demnig als Schöpfer der Stolpersteine äußerte sich über sein Werk wie folgt: „Wer den Namen des Opfers lesen will, muss sich hinunter beugen. In diesem Moment verbeugt er sich vor ihm.“ Genau dieser Vorgang geschah eine Woche nach der Präsentation der Ergebnisse, bei der von Steffi Schröder durchgeführten Stadtführung, die die jüdische Geschichte Parchims sowie die Stolpersteine in den Mittelpunkt stellte. Die Siebtklässler haben es sich daraufhin zur Aufgabe gemacht, die Erinnerung daran lebendig zu halten und planen bereits die Reinigung der Stolpersteine, so dass zukünftig vielleicht mehr Menschen bei ihrem Bummel durch die Stadt einen kurzen Moment innehalten und die Steine bewusst wahrnehmen.

Autor: Max Zawadzki

Bild 1: Die Siebtklässler präsentieren ihre Ergebnisse in der Schule. (Diana Schlüter-Beck)

Bild 2: Steffi Schröder führt die Schüler des Friedrich-Franz-Gymnasiums durch die Stadt. (Diana Schlüter-Beck)

06. Mai 2019 · Kommentare deaktiviert für Medienscouts · Kategorien: Allgemein

Cybercrime, Mobbing im Netz, Datenschutz und Urheberrechte – bei vielen Begleiterscheinungen des Internets bleibt so manch ein Schüler ratlos zurück. Nicht so am Friedrich-Franz-Gymnasium: Lehrerin Maja Stec hat sich zusammen mit drei Schülern der 8. Klassen, Hannah Saubert, Marika Schuppa und Jannes Haak über ein Wochenende nach Greifswald aufgemacht, um sich im „Maritimen Jugenddorfwerk Wiek“ im Umgang und mit den Gefahren des Internets vertraut zu machen. Die Ausbildung zum sogenannten Medienscout deckte von Computerspielsucht bis hin zur Online-Kriminalität alles ab und ließ den Jugendlichen zugleich Freiraum, um eigene kreative Medienprojekte voranzutreiben. Ihr Wissen geben die drei Schüler nun als ehrenamtliche Medienscouts nicht nur an ihre Freunde und Familien weiter, sondern klären auch ihre Mitschüler auf. So können sie zum Beispiel die Sicherheitseinstellungen an Smartphones vornehmen oder im Umgang mit Cybermobbing eine Hilfe sein. Der Umgang mit den neuen Medien will gelernt sein – das FFG hat mit Hannah Saubert, Marika Schuppa und Jannes Haak einen wichtigen Schritt in Richtung „Digitalen Zukunft“ getan und wird sicher noch lange vom freiwilligen Engagement der Achtklässler profitieren.

Autor: Max Zawadzki

Bild: Hannah Saubert, Marika Schuppa, Jannes Haak und Lehrerin Maja Stec (von links nach rechts) im „Maritimen Jugenddorfwerk Wiek“. (Hannah Saubert)

06. Mai 2019 · Kommentare deaktiviert für Europatag · Kategorien: Allgemein

Politik – das ist etwas für mich! Jugendliche haben den Protest der Straße für sich entdeckt. Ob für den Umweltschutz, wie die „Fridays for Future“-Bewegung, oder die Demonstrationen um die Uploadfilter und den Artikel 13 der umstrittenen EU-Urheberrechtsreform – die oft als unpolitisch geltende Jugend hat gezeigt, dass sie Position beziehen kann. Am 09. Mai 2019, dem Europatag, greift das Friedrich-Franz-Gymnasium den Mitbestimmungswillen in der Schülerschaft auf und veranstaltet einen schulweiten Projekttag, der durch die finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ermöglicht wird. Während die Jahrgangsstufe 7 sich mit dem Thema „Demokratisches Leben in einer Einwanderungsgesellschaft“ beschäftigt, gehen die Jahrgänge 8 bis 11 in differenzierter Form der Frage nach politischer Teilhabe nach. Insbesondere wollen sie klären, inwieweit Jugendliche ab 16 Jahren ein Wahlrecht bei Landtagswahlen eingeräumt werden sollte. Thematisch verknüpft wird der Projekttag mit den Kommunal- und Europawahlen am 26.05.2019, bei denen voraussichtlich auch eine Volksbefragung über die Absenkung des Wahlalters von 18 auf 16 Jahre bei Landtagswahlen stattfindet. Der Bezug zur politischen Realität ist insbesondere für die wahlberechtigten Schülerinnen und Schüler evident.

Autor: Max Zawadzki

08. April 2019 · Kommentare deaktiviert für Rezitationswettbewerb · Kategorien: Allgemein

Egal ob kunstvoll intoniert, dezent oder wortgewaltig vorgetragen – erklingen lyrische Texte im Rahmen des Deutschunterrichts der 8. Klassen, dann ist der traditionelle Rezitationswettbewerb am Friedrich-Franz-Gymnasium wieder nah. Am vergangenen Dienstag lieferten sich die jeweils zwei besten Rezitatoren aus jeder Klasse unter den aufmerksamen Ohren der Fachjury, bestehend aus den Deutschlehrerinnen Silke Danneberg, Dorothea Brinkmann und Grit Stark, einen Wettstreit auf hohem Niveau. Durch den Wettbewerb führte Deutschlehrerin Ines Opitz, die neben dem obligatorischen Gedicht aller Kontrahenten auch deren Kürgedichte verschiedenster Couleur anmoderierte. Die selbst ausgewählten lyrischen Werke boten eine imposante thematische Spannbreite an und ließen auch den Tiefgang nicht vermissen. So waren altbekannte Autoren wie Friedrich Schiller, Wilhelm Busch oder Erich Kästner vertreten, aber auch moderne Stücke. Cherise Flor aus der Klasse 8a bot beispielsweise das Stück „One Day“ aus dem Bereich des Poetry Slam dar. Damit erreichte sie einen Platz auf dem Treppchen und teilte sich mit Sophia Sander den zweiten Platz. Den Schulsieg erkämpfte sich Rina Koslowski: Sie präsentierte in der Kür das Gedicht „Hunde“ von Bodo Wartke, der sonst vor allem durch seine kabarettistischen Klaviereinlagen bekannt ist. Rina schätzt an „ihrem“ Autor besonders, dass „gesellschaftskritische Themen meist in lustiger Form verpackt“ sind. Neben dem Urteil der Fachjury haben selbstverständlich die Schülerinnen und Schüler des FFG ein Mitspracherecht bei der Beurteilung der Beiträge. In einem basisdemokratischen Verfahren sprach die Schülerschaft sich ebenfalls für den Vortrag von Rina aus. Das Auditorium sowie die Fachschaftskollegen bedanken sich herzlich bei Helga Süß für die hervorragende Organisation des Wettbewerbs.

Autor: Max Zawadzki

Foto: Die Finalisten des Rezitationswettbewerbes: von links nach rechts Lena Schmidt, Sophia Sander, Rina Koslowski, Cherise Flor und Lea Glaesel. (Ines Opitz)

25. März 2019 · Kommentare deaktiviert für Helden auf dem Prüfstand · Kategorien: Allgemein

 Wo soll mein Lebensweg hingehen? An welchen Menschen und Werten orientiere ich mich? Wer kann mir als Vorbild dienen? Diese tiefgreifenden Fragen stellten sich jüngst die Religionsschüler der Klasse 8a des Friedrich-Franz-Gymnasiums im Rahmen ihrer Teilnahme am Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2018. Gemeinsam mit Religionslehrerin Diana Schlüter-Beck, die die Teilnahme an dem größten deutschsprachigen und seit 1971 etablierten Wettbewerb zur politischen Bildung am FFG zur Tradition machte, erfolgte eine kritische Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit der Thematik „YouTuber – Mein Freund im Netz?“ Die Achtklässler bearbeiteten die medialen Inhalte unter den Gesichtspunkten Performance, Offenlegung versteckter Werbung, strategische „Kundenbindung“, Herstellung von Sympathie und Vertrauensgewinnung. Sie informierten sich, erklärten Zusammenhänge und lernten, bei Fotos wie Videos sehr genau hinzusehen. Dabei lernten nicht nur die Schülerinnen und Schüler einiges, auch für die Religionslehrerin war es ein spannendes Unterfangen, die Welt von Youtube, Facebook & Co. näher in den Blick zu nehmen. Wessen Beitrag gewinnt, entschied eine 45-köpfige Jury aus Fachlehrern und Vertretern der verschiedenen Kultusministerien nach der Qualität und Kreativität der Ergebnisse. Insgesamt nahmen 2552 Klassen mit mehr als 50.000 Schülerinnen und Schülern teil. Unter den prämierten Gewinner befand sich auch die Klasse 8a des FFG. Für ihren kritischen und reflektierten Beitrag erhielten sie einen Geldpreis von 100 Euro für die Klassenkasse. Die Teilnahme am Wettbewerb hat Lust auf mehr gemacht. So vertiefte Diana Schlüter-Beck die zentrale Frage, woran ich mich in meinem Leben orientiere, weiter im Unterricht. Aufbauend auf dem Wettbewerbsbeitrag widmete sich die Klasse dem Thema „Vorbilder – Stars – Idole“, um die Urteilsfähigkeit weiter zu schärfen. Schnell wurde klar, dass es abseits der schnelllebigen Welt der Hollywood Prominenz, mit dem Herausfiltern echter Vorbilder schwierig wurde, aber in Zusammenarbeit mit der Religionslehrerin konnten neue Blickwinkel eröffnet werden. Angefacht von der Ideenfindung und dem Prozess der Erarbeitung sollten die hart erarbeiteten Resultate nicht einfach so im Regal verschwinden. Eine Ausstellung der ganz anderen Art sollte andere Schülerinnen und Schüler zu neuen Vorbildern abseits von Hollywood und Instagram inspirieren – die Idee einer Kofferaustellung war geboren. Tatsächlich sprang der Funken auch auf einen Religionskurs der 9. Klassen über. Jede Schülergruppe packte „ihren Koffer“ mit Biografien, vorbildhaften Projekten und beispielhaften Verhalten von Mut, Hilfsbereitschaft oder besonderen Engagement auf interaktive Weise. Einige Ausstellungsstücke befassten sich u.a. mit Malala, Mutter Theresa, Martin L. King, Dalai Lama oder Sophie Scholl. Besonderer Wert wurde dabei auf die kritische Reflektion gelegt, um nicht vorschnell zu bewundern, zu idealisieren oder zu instrumentalisieren. Althergebrachte Deutungsmuster sollten die Schülerinnen und Schüler bewusst hinterfragen. Kinder und Jugendliche benötigen Helden, um sich zu orientieren: zur eigenen Identifikation aber auch zur Abgrenzung. Um diese Aufgabe zu bewältigen, recherchierten und diskutierten die Jugendlichen verschiedene Standpunkte und gelangten zu einem Urteil, welches sich in der Konzeption ihres „Heldenkoffer“ niederschlug. Das Gesamtergebnis der Anstrengungen der Schülerinnen und Schüler sowie ihrer Religionslehrerin Diana Schlüter-Beck ist nicht nur ein hervorragender Beitrag zur politischen Bildung, sondern auch eine kreative und ausdrucksstarke Ausstellung, die einem im Leben Orientierung geben kann.

Autor: Max Zawadzki

Foto: Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a präsentieren ihre „Heldenkoffer“. (Max Zawadzki)

11. März 2019 · Kommentare deaktiviert für Geografie Wettbewerb 2019 · Kategorien: Allgemein

Wer die Karte im Kopf hat, braucht das GPS nicht Ohne Online-Dienste wie „Google Maps“ oder „Apple Karten“ findet sich heutzutage manch einer nicht mehr auf dem Globus zurecht. Das GPS-Signal wird zur Notwendigkeit, wenn es um die eigene geographische Orientierung geht. Wie es auch anders möglich ist, zeigten die Parchimer Gymnasiasten beim Geographie-Wettbewerb Diercke Wissen, Deutschlands größtem Wettbewerb auf diesem Gebiet. Am 25.01.2019 traten alle zehnten Klassen gleichzeitig an, um ihr Wissen auf den Prüfstand zu stellen. Es galt, Fragen zur Namensgebung eines bestimmten Alpenpasses, der längsten Eisenbahnstrecke der Welt oder den Fachbegriff für die Erddrehung zu nennen. Ulrike Meyn (10a), Sandy Schwartzrock (10b), Tim Bill (10c) und Johann Holm (10d) konnten sich in ihren jeweiligen Klassen als Sieger durchsetzen. In der zweiten Runde im Februar traten die vier Besten gegeneinander an. Hier konnte Tim Bill mit einem hauchdünnen Vorsprung vor Sandy Schwartzrock den Schulsieg für sich beanspruchen und qualifizierte sich somit für den Landesentscheid Mecklenburg-Vorpommern Ende März.

Autor: Max Zawadzki

Foto 1: Der Schulsieger des Friedrich-Franz-Gymnasiums heißt Tim Bill. (Max Zawadzki)

Foto 2: Die vier Klassensieger des Geographie-Wettbewerbs sind Johann Holm, Ulrike Meyn, Sandy Schwartzrock und Tim Bill. (von links nach rechts) (Max Zawadzki)