02. September 2019 · Kommentare deaktiviert für Die Lust am Russischen wecken · Kategorien: Allgemein

Begegnen sich die Fremdsprachen Russisch und Französisch, so die landläufige Meinung, prallen zwei Welten aufeinander: der melodisch-nasale Klang des geübten Franzosen auf der einen und die kehlig rollenden Laute tief aus der russischen Seele auf der anderen Seite. Ein schulweiter Wettbewerb sollte eine Brücke schlagen und spielerisch diesen scheinbaren Gegensatz überwinden. 18 Schülerteams in Paaren bestehend aus jeweils einem Russisch- und Französischlerner stellten sich dem Wettbewerb. Im Vorfeld absolvierten die Schülerinnen und Schüler aus den 7. bis 10. Klassen ein spielerisches Vokabeltraining. Im Anschluss traten die konkurrierenden Teams in maximal drei Spielrunden gegeneinander an. Es galt, Wörter, Wortgruppen und ganze Sätze auf unterschiedlichen Niveaustufen zu übersetzen. Auch so mancher russischer Muttersprachler geriet hier ins Grübeln, da in ihrem Fall nicht allein die „reine“ Übersetzung den Ausschlag gab, sondern auch die Wortwahl und der Satzbau in die Bewertung einflossen. Zusätzlich zu den Russischlehrerinnen der Schule überwachten zwei Eltklässler die Einhaltung des Reglements. Nach einer nervenaufreibenden Qualifikationsphase traf im großen Finale das Tandem aus Nele Kindt und Lilli Marlen Schwarz auf das Team von Paul Henry Redelstorff und Araik Muradian. Ein hohes Konzentrationsvermögen und ein Quäntchen Glück verhalfen schließlich den Jungen zum schulweiten Sieg. Anfang September stellen sich die beiden Schüler des Friedrich-Franz-Gymnasiums den neuen Herausforderungen im regionalen Wettbewerb in Wismar, wo sich ihnen die Chance bietet, sich für das bundesweite Finale in Rust Ende Oktober zu qualifizieren. Ungeachtet des Wettbewerbscharakters stand der Spaß am Umgang mit der Sprache im Mittelpunkt. Insbesondere Schülerinnen und Schüler ohne vorherige Russischkenntnisse erkannten, dass die slawische Sprache kein Buch mit sieben Siegeln ist. Dorothea Brinkmann sowie Christina Hecht, Organisatorinnen und Russischlehrerinnen am FFG, wünschen den beiden Finalisten Paul und Araik viel Erfolg beim Bestehen der nächsten Runde in der Hansestadt.

Foto: Die Finalisten des schulweiten Russischwettbewerbs Paul Henry Redelstorff, Araik Muradian, Nele Kindt und Lilli Marlen Schwarz. (v.l.n.r.). (Dorothea Brinkmann)

Autor: Max Zawadzki

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