03. September 2018 · Kommentare deaktiviert für DELF am FFG · Kategorien: Allgemein

 

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron, fordert eine stärkere Europäische Union, was durch ein Vorantreiben des Integrationsprozesses und eine engeres Zusammenrücken der Mitgliedsstaaten gelingen soll. Für ein engeres Zusammenleben innerhalb der EU ist die Sprache als Mittel der Verständigung ein zentraler Schlüssel. In diesem Sinne haben die Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Franz-Gymnasiums sowie Lernende des Parchimer Fachgymnasiums freiwillig ihre Französisch-Kenntnisse auf die Probe gestellt. Fleißig bereiteten sich die Prüflinge im regulären Unterricht auf das DELF-Diplom (Diplôme d’études en langue francaise) vor, welches vom französischen Staat ausgestellt wird und weltweit Gültigkeit besitzt. Die Scolaire-Version zeichnet sich durch altersgerechte Themen aus, die sich direkt an Jugendliche richten. Das Diplom wird auf vier verschiedenen Niveaus angeboten, die dem „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen“ entsprechen. Im Januar diesen Jahres unterzogen sich die Schülerinnen und Schüler der schriftlichen Prüfung, welche sich aus drei Teilen zusammensetzte: Hörverstehen, Leseverstehen und Schreiben. Einen Monat später stellten sich die Prüflinge in Schwerin der mündlichen Prüfung. Dort galt es, sich mit einem französischen Muttersprachler über verschiedene Themengebiete zu unterhalten. Besonders hervorragende Leistungen auf dem Niveau A1 erreichten die Neuntklässler Marie Kostecki, Jule Tabea Kühn, Nele Kindt, Dörte Prochnow und Julia Lubrich. Auf der nächst höheren Niveaustufe A2 waren die Anstrengungen von Lea Burmeister und Wilhelmine Schäfer, beide gehören der Klasse 10b an, von besonderem Erfolg gekrönt.

Im letzten Jahr schaffte Vanessa Radtke, gegenwärtig Klasse 10c, sogar innerhalb eines halben Jahres gleich zwei Niveaustufen (A1 und A2) erfolgreich zu absolvieren. Im Anschluss erprobte die Schülerin ihre neugewonnen Kenntnisse im Alltag. Sie lebte von September bis Dezember 2017 bei einer Gastfamilie in Niort, einer Stadt im Westen Frankreichs zwischen Nantes und Bordeaux. Nach Einschätzung der Gymnasiastin waren die alltäglichen Gespräche gut zu meistern, der französische Schulunterricht war hingegen schon eine ganz andere Herausforderung. So werden in Frankreich nicht nur Schulfächer, die in Deutschland einzeln unterrichtet werden, kombiniert, beispielsweise wird Physik mit Chemie gekoppelt, sondern auch die Fachsprache birgt ihre ganz eigene Komplexität. Zurück in Parchim möchte Vanessa ihr Französisch weiterhin verbessern und strebt als nächstes die Niveaustufe B1 an.

Auf jener Stufe hat Pauline Kluth ihr Können bereits erfolgreich unter Beweis gestellt. Das Diplom auf dem Niveau B1 erhielt sie bereits im Sommer 2017. Die nun angehende Abiturientin schätzt vor allem den mündlichen Teil der Prüfung als besondere Herausforderung ein. So sollen die Jugendlichen dort über aktuelle Themen sprechen und Stellung beziehen. Auf jeden Fall hat Frankreich es Pauline angetan: Nach dem Abitur möchte sie dort ein Jahr lang als Au-pair arbeiten und so ihr Sprachwissen weiter ausbauen.

In diesem Sinne verflechten sich zumindest auf kleinster Ebene die Beziehungen der EU-Bürger weiter. Es bleibt abzuwarten wie die „große Politik“ weiter mit dem europäischen Gedanken verfährt.

Autor: Max Zawadzki

 

 

 

 

 

Bild 1: Die erfolgreich Absolventen der DELF-Prüfung mit ihrem Diplom. (Max Zawadzki)

 

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