12. Juni 2017 · Kommentare deaktiviert für Ganden Tashi Choeling · Kategorien: Allgemein

Mit Hilfe des Preisgeldes des Wettbewerbs zur politischen Bildung konnten wir, die Klasse 10c des Friedrich-Franz-Gymnasiums, einen Teil des Projekttages, der uns nach Päwesin führen sollte, finanzieren und uns des Themas Buddhismus widmen. Am 02.Mai 2017 fuhren wir, zusammen mit unserer Religionslehrerin Frau Schlüter- Beck sowie Frau Oeser, der Schulsozialarbeiterin unserer Schule, in die buddhistische Klosterschule „Ganden Tashi Choeling“, in der wir von dem  Mönch und Lehrreferenten, Gelong Losang Jamyang, begrüßt wurden.

 

Der bereits seit 14 Jahren im Kloster lebende Mönch beantwortete zunächst unsere Fragen. Auf diese Art und Weise konnten wir erfahren, dass die Klosterschule im Jahr 2002 mit dem Ziel gegründet wurde, die reine Lehre des Buddhismus zu leben und zu bewahren. Die Klosterschule besitzt einen Verlag, einen Backshop, einen Friseurladen sowie den Kleinkunst- und Ritualienladen „Potala Arts & Crafts“. Sie umfassen den  Versuch, Arbeitsplätze für die Gemeinde zu schaffen, um von Geldmitteln Dritter unabhängig zu sein.

Des Weiteren wurden wir  über den Tagesablauf der Mönche und Nonnen, welcher u.a. gemeinsame Andachten, Meditationen und eigenes Studium verschiedener Schriften beinhaltet, informiert. Die vier tibetischen Schulen, das formelle Bekenntnis zum Buddhimus und der „Zuflucht zu den drei Juwelen“ waren weitere Themen in unserem Begrüßungsgespräch.

Aber auch ganz persönliche Ansichten teilte der Mönch mit uns, wie etwa, dass er auf der Suche nach einem spirituellen, neuen Weg gewesen war und erkannt habe, dass intellektuelles Wissen als Basis nicht ausreiche und er so zu der Religion Buddhismus gekommen sei.  So glaube  Gelong Losang Jamyang an das Weiterleben des Bewusstseins und betonte die Präsenz buddhistischer Lehren in der Praxis und im Alltag.

 

Im Anschluss an diese Begrüßung folgte eine angeleitete Meditaion zum Thema Liebe, in Bezug auf den Wunsch nach Glück aller Lebewesen.

Zur Mittagszeit aßen wir gemeinsam mit den Mönchen und Nonnen der Klosterschule, begleitet von Gesängen und Gebeten, was für alle zu einem neuen Erlebnis wurde.

Wir nutzten die Möglichkeit durch den angrenzenden buddhistischen Garten geführt zu werden, in dem man Buddhastatuen und Figuren, darunter auch den liegenden Buddha, welcher den Einzug Buddhas ins Nirwana symbolisiert sowie kleinere Tempel, Pavillions und Gebetsfahnen, auch Gebetsmühlen, die gedreht werden durften um Glück zu bringen, sehen konnte.

 

Nach diesem Tag im Reich einer fernen Religion konnte uns der Buddhismus näher gebracht und auf ein Art und Weise fassbar gemacht werden, die uns zunächst nicht möglich erschien. Dieses wohl bei allen in Erinnerung bleibende Erlebnis konnte vor allem durch unsere Religionslehrerin, Frau Schlüter-Beck, realisiert werden, bei der wir uns für diesen einmaligen Projekttag bedanken möchten.

Julia Hinnerichs, Lea Zaske; 10c


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