12. Juni 2017 · Kommentare deaktiviert für PaNak: Exkursion in den tropischen Regenwald · Kategorien: Allgemein

Fast noch bei Sonnenaufgang haben sich 38 Schüler und ihre Betreuer – der Leiter der Parchimer Nachwuchsakademie Prof. Dr. Klausch, Frau Bärbel Lüdke, Herr Kevin Kallert, Herr Quade, Herr Kampke und Eltern einiger jüngerer Expeditionsteilnehmer- am 27. Mai auf den Weg in die Biosphäre Potsdam gemacht, um 20000 Pflanzen, das Klima des besonderen Biotops und viele Tiere in ihm kennenzulernen. Eigentlich war es ja ein Ferientag eines verlängerten Wochenendes und der lud zum Ausschlafen ein. Aber der Einladung der PaNak konnten wir Schüler verschiedener Parchimer Schulen( des Gymnasiums, der Goetheregionalschule und der angegliederten Grundschule) und der Regionalschulen in Lübz und Marnitz nicht widerstehen. Schon sehr gespannt, wie man einen Ausschnitt des Regenwaldes in Potsdam gestaltet, so dass es den Anschein hat, als wäre man mittendrin, erreichten wir dank unseres Busfahrers Herrn Kosan pünktlich das Reiseziel. Drei kompetente Guides in einer sehr großen Tropenhalle erwarteten uns. Schnell teilten wir uns in drei Gruppen ganz unterschiedlicher Alterszusammensetzung(von 8 bis 77) ein und los gingen die ca. 1,5 Stunden währenden Führungen. Bananenstauden, Palmen, Bromelien, Hibiskuspflanzen und Bambus säumten unseren Weg. Viele Pflanzen wie Ingwer, Kaffee, Kakao kannte man dem Namen nach, aber in der Größe hatten wir sie noch nicht gesehen. Orchideen und Goldähre blühten um die Wette. Im Dschungel hatte man zeitweilig auch das Gefühl in einer Sauna zu sein. War es an diesem Maitag mit 25 Grad Celsius draußen schon vormittags warm, schwitzten wir beim Rundgang bei gefühlten 35 Grad Celsius. Den Schmetterlingen, Leguanen, Agamen, Kornnattern, Geckos, Gespenstschrecken und vielen Tieren war es gerade recht. Denn dieses Klima ist das ihres natürlichen Lebensraumes und der ist extrem bedroht weltweit. So erfuhren wir, welche Rohstoffe als Nahrung oder Medizin aus dem Regenwald dem Menschen dienlich sind. Geruchsproben und kleine Rateaufgaben luden ein, Wissen zu erneuern, anzuwenden oder zu erwerben. Na, und wer wusste schon, dass man erst die Blausäure aus der Maniokwurzel waschen muss, bevor man sie gerieben brät oder zu Fladen verarbeiten kann. Eine Stabschrecke auf dem Arm oder Kopf balancieren zu lassen oder einen tropischen Himmelsfalter oder Bananenfalter 2cm vor der Nasenspitze zu haben, waren für uns besondere Momente, die unvergesslich sein werden. Die Biosphäre- ein besonderer Lernort, der unbedingt erhalten werden muss, wie wir mit Nachdruck feststellen, dient nicht nur zum Erwerb von Wissen über die Tropen und Subtropen, sondern es gibt dort auch viel zu erfahren über den angrenzenden Lebensraum Wasser und die Gefahren, die von der Umweltverschmutzung durch den Menschen und der Klimaerwärmung ausgehen. Zum Schluss reisten wir per Simulationsflug nach Malaysia. Dann posierten wir noch für ein Gruppenfoto und ließen uns von der PaNak zu einem leckeren Mittagsmahl einladen. Da wir schon mal in der Stadt weilten, in der Friedrich der Zweite seine Sommerresidenz Schloss Sanssouci erbauen ließ, lud uns Herr Prof. Dr. Klausch überraschend noch zu einem Abstecher in den Park und zum Schloss ein. Draußen herrschten jetzt schon ähnliche Temperaturen wie in der Biosphäre. Aber das Schloss, das Teehäuschen und Friedrichs Grab, geschmückt mit Kartoffeln, haben wir uns dann doch angesehen. Springbrunnen und Badewannen luden unter riesigen Bäumen zum Abkühlen ein. Manch einer wäre gern noch geblieben, um wie Florian Rogmann – einer der jüngsten Teilnehmer-seinen besonders großen Wissensdurst zu stillen, aber um 15.00 Uhr ging es heimwärts nach Parchim. Im Bus herrschte ausgelassene Stimmung. Da wir Schüler der Klasse 7b des FFG die größte Gruppe unter allen Teilnehmern bildeten, danken wir im Namen aller Schüler den Organisatoren, Herrn Prof. Dr. Klausch und besonders Frau Klausch, sowie unserer Klassenlehrerin Frau Bärbel Lüdke und dem Referendar Herrn Kevin Kallert, allen anderen gut gelaunten,freundlichen Betreuern und unserm Busfahrer für den gelungenen Ausflug.

20 Schüler der 7b des FFG

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