08. Mai 2017 · Kommentare deaktiviert für Gymnasiasten begeistern mit Rezitationsfähigkeiten · Kategorien: Allgemein

Gleich am ersten Schultag nach den Osterferien fand im Parchimer Friedrich-Franz-Gymnasium traditionell und nun schon zum zwölften Mal der große Rezitationswettbewerb der achten Klassen statt. Im Vorfeld hatten sich auch in diesem Jahr in Klassenausscheiden die jeweils zwei Besten gegen ihre Mitschüler durchgesetzt. Nun galt es, den Schulsieger zu küren. Dazu hatte sich der gesamte Jahrgang im würdig hergerichteten kleinen Atrium versammelt. Eine Fachjury bestehend aus drei Deutschlehrerinnen hatte Wertungspunkte z.B. in den Kategorien Intonation, Schwierigkeitsgrad, Interpretation etc. zu vergeben. Leicht war dieses zu keinem Zeitpunkt, denn in diesem Jahr zeigte sich neben einer Tiefgründigkeit in der Interpretation auch eine große Vielfalt in der Textauswahl.  Einer eher unbekannten Lyrikerin, Lydia Hecker, verlieh Johanna Meißner aus der 8b mit dem Gedicht „Die Lilie“  ihre Stimme. Nachdenkliche Töne schlugen Stefanie Homann (8c) mit Detlev Liliencrons „Wer weiß wo“ und Saskia Kiecksee (8d) mit Erich Kästners bekanntem Gedicht „Der Blinde an der Mauer“ an. Entsprechend der Jahreszeit hatten sich Eva Rambow aus der 8c für „Sehnsucht nach dem Frühling“ von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben und Hanna Sosnowski (8b) für Goethes berühmtes Gedicht „Gefunden“ entschieden. Julia Lubrich aus der Klasse 8d machte aus ihrer Rezitation der „Traurigen Geschichte mit dem Feuerzeug“ aus dem „Struwwelpeter“ von Heinrich Hoffmann ein kleines Schauspiel. Mit großer Reife interpretierte Anna-Lena Spotke (8a) das sehr anspruchsvolle Gedicht „Die Begegnung“ von Friedrich Schiller. Als einziger Junge hatte sich der 13-jährige Tom Harbrecht aus der 8a für das Finale qualifiziert. In sehr launiger und humorvoller Art brachte er den „Blusenkauf“ von Otto Reutter zu Gehör, was das Publikum mit großem Applaus honorierte.

Nach dem Absolvieren der Kür sollte sich in der folgenden Pflichtrunde entscheiden, wer die größten Rezitationsfähigkeiten besitzt.  Alle acht Akteure erhielten einen für sie völlig unbekannten Text und mussten innerhalb von 15 Minuten eine Rezitation vorbereiten. Es galt, dem Gedicht „Entweder-oder“ von Renate Eggert-Schwarten Leben einzuhauchen. Dabei gelang es jedem, diesen Text zu seinem eigenen zu machen. Mal lauter, mal leiser, mal mit starker Gestik, mal zurückhaltend, aber stets besonders wurde hier Lyrik umgesetzt. Während die Jury zu beraten hatte, durften alle Schüler der 8. Klasse einen Publikumspreis vergeben. Diesen erhielt Tom Harbrecht aus der Klasse 8a. Die Jury sah auf dem ersten Platz  Anna-Lena Spotke, vor Johanna Meißner und Julia Lubrich. Alle drei Podiumskandidaten wurden von ihren Klassen  gefeiert. Doch Verlierer gab es an diesem Tag nicht, schließlich waren alle Beteiligten bereits Klassensieger und erhielten Dank des Schulfördervereins einen Büchergutschein.

 

 

 

 

 

Cornelia Flörke Bildunterschrift: Die acht besten Rezitatoren der achten Klassen des FFG. (Flörke)

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