06. März 2017 · Kommentare deaktiviert für Freundschaftspflege ist wichtig · Kategorien: Allgemein

Der Besuch einer Delegation aus dem belgischen Peer im Friedrich-Franz-Gymnasium ist erst einige Tage her, da beginnt bereits die Planung der nächsten Kontakte.

Die Freundschaft zwischen dem Agnetencollege und dem Friedrich-Franz-Gymnasium ist inzwischen über 20 Jahre alt und damit mehr als „erwachsen“. Wenn man bedenkt, dass die „Urgesteine“, die diese Beziehung einst begründeten, längst im wohlverdienten Ruhestand sind, und die Jugendlichen, die derzeit den Austausch pflegen, noch lange nicht auf der Welt waren, wird deutlich, was das Friedrich-Franz-Gymnasium und die belgischen Partner seit Jahren leisten.

Wie Wilfried Lüders, der verantwortliche Lehrer am FFG, betont, ist es finanziell kaum noch möglich, in jedem Jahr nach Peer zu reisen, da die Kosten das Budget weit übersteigen.

Dabei sind diese Fahrten unglaublich nachhaltig, da sich immer auch persönliche Freundschaften zwischen den Jugendlichen und auch den Lehrern entwickelt haben. Besonders die Pflege des Soldatenfriedhofes in Lommel und die Auseinandersetzung mit den zwei Weltkriegen wirkten nach.

Die belgische Kollegin Greet Kelchtermans besuchte nun vor wenigen Tagen mit sechs ihrer Schüler, die den Deutschkurs belegen, Parchim. Die Mädchen und Jungen wurden herzlich von den Familien von Mirna Schippers, Karl Busch, Dominik Hinrichs, Dylan Klimpke, Bastian Rogmann und Lorenz Berg aufgenommen.

„Ich möchte diesen Familien ausdrücklich danken, dass sie sich so unproblematisch um unsere Gäste gekümmert und ihnen ein Zuhause auf Zeit gegeben haben. Das ist nicht selbstverständlich“, stellt Wilfried Lüders heraus.

Mit Besuchen in Berlin, Schwerin und natürlich in Parchim wurde der kleinen Delegation ein attraktives Besuchsprogramm geboten. Darüber hinaus engagierten sich mehrere Kollegen des Gymnasiums, indem sie gemütliche Treffen und auch einen Kegelabend organisierten.

Nur so funktioniert Freundschaftspflege. Diese Gastfreundschaft spüren die Parchimer auch stets, wenn man in Peer ist, dann allerdings mit über 40 Schülern!

In diesem Jahr wird eine solch große Gruppe erneut ins Nachbarland reisen. Schon jetzt weist Wilfried Lüders darauf hin, dass interessierte Parchimer Gestecke oder anderen Grabschmuck nach Lommel mitgeben können, die dann von den Jugendlichen würdig niedergelegt werden. Schließlich haben auf dem Soldatenfriedhof auch etliche Parchimer ihrer letzte Ruhe gefunden.

Die Zukunft der Schulpartnerschaft wird im Moment eifrig diskutiert. Wahrscheinlich wird es einen wechselseitigen Austausch geben. In einem Jahr kommen die Belgier, in einem Jahr fahren die Parchimer.

Dabei, so betont Wilfried Lüders, darf nicht vergessen werden, dass es auch eine Städtepartnerschaft gibt und sich alle gleichermaßen engagieren müssen. Freundschaften brauchen Pflege.

 

Cornelia Flörke

 

 

 

 

 

 

Bildunterschrift: Die belgische Delegation mit ihren Gastgebern beim Besuch in Berlin. Mit Bernd-Dieter Grzenia und Louis Dingenen waren auch die beiden Männer dabei, die die Schulpartnerschaft maßgeblich begründeten.

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