16. September 2019 · Kommentare deaktiviert für Chorjubiläum · Kategorien: Allgemein

Wenn vielstimmige Klänge das Atrium des Friedrich-Franz-Gymnasiums erfüllen und den Gästen und Sängern ein Lächeln auf den Lippen liegt, dann ist der Chor des FFG dafür verantwortlich – und das schon seit 25 Jahren. Eine außergewöhnlich Konstante in diesem Vierteljahrhundert ist die charismatische Chorleiterin Grit Stark. Mit viel Herzblut, einer außergewöhnlichen Leidenschaft für Musik und Gemeinschaft und einem Quäntchen Humor zu jeder Zeit leitet sie den Chor, in den ersten Jahren gemeinsam mit den Musiklehrerinnen Gabriele Zwerschke und Gilda Engelhard, heute zusammen mit Tobias Müller. Zu Ehren des Chorjubiläums lädt die Schulleitung nun alle ehemaligen Chorsänger und –sängerinnen ein, am Samstag, den 21.09.2019, an ihre alte Wirkungsstätte zurückzukehren. Ab 15:00 Uhr begrüßt der aktuelle Chor mit einigen mitreißenden Titeln aus dem aktuellen Repertoire seine ehemaligen Mitglieder. Im Anschluss können die Ehemaligen noch einmal bei kleinen Snacks in Erinnerungen schwelgen und sich Schnappschüsse aus der eigenen Zeit im Chor ansehen. Den ein oder anderen wird es sicherlich auch interessieren, was aus seinem oder ihrem ehemaligen Nachbarn aus dem Sopran, Alt oder Bass geworden ist. Auch hier bleibt Gelegenheit, sich über die neuesten Entwicklungen auszutauschen. Bislang haben sich über 120 Ehemalige seit dem Abiturjahrgang 2001/02 für das Treffen vorab angemeldet. Aber auch ohne Anmeldung stehen die Türen des FFG dem spontan Entschlossenen offen. Wem die Gesangseinlage des gegenwärtigen Chores gefallen hat, der kann auch gerne selbst wieder in den Reihen des Chores Aufstellung nehmen. Von 17:00 bis 18:30 Uhr findet unter der Leitung von Grit Stark eine freiwillige Probe speziell für ehemalige Chorsängerinnen und –sänger statt. Das Ziel der Probe ist es, gemeinsam Stücke einzustudieren und diese dann bei dem diesjährigen Weihnachtskonzert des FFG am 30.11.2019 vor Publikum zu präsentieren. Aufgrund des großen Andrangs auf die insgesamt 500 Plätze stehen in diesem Jahr keine Karten im freien Vorverkauf für das Weihnachtsprogramm zur Verfügung. Wer keine Plätze ergattern kann, aber trotzdem die weihnachtlichen Klänge des Chores nicht verpassen möchte, kann sich das zweite Adventswochenende, genauer den 7. Dezember, vormerken. Dort steht das traditionelle Vorweihnachtskonzert in der Sankt Marienkirche allen Interessierten offen.

Autor: Max Zawadzki

Bild: Der aktuelle Chor des Friedrich-Franz-Gymnasiums nimmt Aufstellung im Atrium. (Jenny Busse)

02. September 2019 · Kommentare deaktiviert für In Wien steht die Hitze – und wir auch! · Kategorien: Allgemein

In der vergangenen Woche unternahm der 12er Jahrgang des ParchimerFriedrich-Franz- Gymnasiums seine letzte Studienfahrt. Mitsamt den drei Tutoren Conny Riehl, Birgit Wenzel und Hajo Frank sowie der Geschichtslehrerin Silke Danneberg ging es für uns von Montag, den 19.08.bis Donnerstag, den 22.08. in die österreichische Hauptstadt.

Unsere Reise begann am Montagmorgen zunächst mit einer sehr langen Busfahrt, bei der wir versuchten, die Zeit mit Musik und Kartenspielen schneller verstreichen zu lassen. Später am Abend checkten wir dann im Meininger Hotel ein und gingen nach dem Abendessen und etwas Aufenthalt in der Lobby zu Bett.

 Der nächste Tag war vollgepackt mit Programm, sodass wir auch so viel wie möglich von Wien kennenlernen konnten. Er startete mit einer Stadtrundfahrt, bei welcher uns die örtliche Touristenführerin Lydia die schönsten Plätze der Stadt zeigte, darunter die Oper, das Theater und den Rosengarten. Wien punktete vor allem mit seiner atemberaubend schönen Architektur. Ein Gebäude war schöner als das andere und sogar Pferdekutschen fuhren regelmäßig durch die ganze Stadt. Wir machten auch einen kleinen Zwischenstopp am Hundertwasser-Haus, wo wir Zeit hatten, dieses zu bestaunen und die Souvenirshops zu durchstöbern. Der letzte Halt an diesem Tag war die Hofburg, in der wir mit einem Guide die Silberkammer, das Sisi Museum und die Kaiserappartements besichtigten.

 Der Mittwoch begann mit einem Rundgang über den Wiener Naschmarkt, wo auch die ein oder andere Köstlichkeit probiert bzw. gekauft wurde, und ging weiter mit einer Fahrt zum Schloss Schönbrunn. Dort erkundeten wir in 2 Gruppen mit Audioguides die verschiedenen Räume, von denen vor allem der Spiegelsaal mit seinen barocken Verzierungen Eindruck hinterließ. Während einer kurzen Mittagspause probierte ich im nebenan liegenden Restaurant die hochberühmte (und wirklich leckere) österreichische Sachertorte. Hinterher besuchten wir das „Kunst Haus Wien“, in dem wir in einer einstündigen Führung noch mehr über Friedrich Hundertwasser lernten. Aufgrund der extremen Hitze am Vortag mussten wir den Spaziergang durch den Botanischen Garten an der Universität Wien auf den Mittwochnachmittag verschieben. Wir genossen dort eine Weile die Natur, bevor wir dann am Abend wieder zum Hotel zurückkehrten.

 An unserem letzten Tag in Wien war der erste Programmpunkt eine Führung durch den Stephansdom, den die Einheimischen auch „Steffl“ nennen. Hier wurde uns erklärt, dass die katholische Kirche durch ihre lange Bauzeit drei verschiedene Baustile, nämlich die Romanik, die Gotik und die Renaissance in sich vereint. Anschließend hatten wir eine Führung durch das Haus der Musik, bei der wir nicht nur von berühmten Wiener Klassikern wie Mozart und Beethoven hörten, sondern mithilfe von modernster Technik Musik regelrecht erleben durften. Beispielsweise gab es eine Treppe, deren Stufen echte Klaviertasten waren und ein ganzes Stockwerk, in dem man Geräusche wie ein Baby im Mutterleib wahrnahm. Ganz zum Schluss hatten wir ein letztes Mal die Chance, durch die Wiener Innenstadt zu laufen, bevor wir am Abend unsere Heimreise mit Nachtfahrt antraten.

 Alles in allem kann man sagen, dass es zwar durch das volle Programm und die hohen Temperaturen eine sehr anstrengende, allerdings aber eine äußerst gelungene letzte Studienreise gewesen ist. An dieser Stelle geht ein riesengroßes Dankeschön an Hajo Frank und „Becker Strelitz Reisen“ für die tolle Organisation der Fahrt und auch einen Dank an unseren Busfahrer Steffen, der uns sicher nach, durch und von Wien nach Hause gebracht hat.

Foto: Die Schülerinnen und Schüler der 12. Klassen des FFG in Wien. (Conny Riehl)

Autorin: Vanessa Dann

02. September 2019 · Kommentare deaktiviert für Aufruf zum stillen Gedenken in Belgien · Kategorien: Allgemein

Früh am Morgen, wenn noch die Nebelschwaden über den symmetrisch angeordneten Kreuzen aus Stein liegen und die ersten Sonnenstrahlen des Tages den Horizont streicheln, ist es für die Schüler und Lehrer des Friedrich-Franz-Gymnasiums Zeit, den Toten, vor allem des Zweiten Weltkrieges, in Lommel die Aufwartung zu machen. In feierlicher Atmosphäre werden Ansprachen gehalten, im stillen Gedenken Kränze niedergelegt und Verwandte der Opfer, wie Ursula Neumann, erzählen ihre Geschichte von ihrer Verbindung zu den Grabmälern. Die Projektfahrt nach Belgien beginnt am 29.09.2019. Bis dahin können sich Angehörige, in deren Namen ein Trauerkranz oder Ähnliches niedergelegt werden soll, gerne unter der Telefonnummer 03871/441010 an das Friederich-Franz-Gymnasium wenden. Die organisatorischen Einzelheiten werden dann schnell und unproblematisch besprochen. Möglich wird die Fahrt unter anderem durch die finanzielle Unterstützung vom Landkreis Ludwigslust-Parchim, „Demokratie leben“ sowie dem Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch das Ministerium für Inneres und Europa. Ebenso engagiert sich auch der Förderverein des Friedrich-Franz-Gymnasiums seit Jahren für die deutsch-belgischen Beziehungen. Am 16.10.2019 lädt der Förderverein zu einer Mitgliederversammlung in das Schulhaus in der Ziegendorfer Chaussee ein. Beginn ist 18:00 Uhr im Raum 115.

Foto: Kranzniederlegung auf der Kriegsgräberstätte Lommel im Jahr 2017. (Max Zawadzki)

Autor: Max Zawadzki

02. September 2019 · Kommentare deaktiviert für Die Lust am Russischen wecken · Kategorien: Allgemein

Begegnen sich die Fremdsprachen Russisch und Französisch, so die landläufige Meinung, prallen zwei Welten aufeinander: der melodisch-nasale Klang des geübten Franzosen auf der einen und die kehlig rollenden Laute tief aus der russischen Seele auf der anderen Seite. Ein schulweiter Wettbewerb sollte eine Brücke schlagen und spielerisch diesen scheinbaren Gegensatz überwinden. 18 Schülerteams in Paaren bestehend aus jeweils einem Russisch- und Französischlerner stellten sich dem Wettbewerb. Im Vorfeld absolvierten die Schülerinnen und Schüler aus den 7. bis 10. Klassen ein spielerisches Vokabeltraining. Im Anschluss traten die konkurrierenden Teams in maximal drei Spielrunden gegeneinander an. Es galt, Wörter, Wortgruppen und ganze Sätze auf unterschiedlichen Niveaustufen zu übersetzen. Auch so mancher russischer Muttersprachler geriet hier ins Grübeln, da in ihrem Fall nicht allein die „reine“ Übersetzung den Ausschlag gab, sondern auch die Wortwahl und der Satzbau in die Bewertung einflossen. Zusätzlich zu den Russischlehrerinnen der Schule überwachten zwei Eltklässler die Einhaltung des Reglements. Nach einer nervenaufreibenden Qualifikationsphase traf im großen Finale das Tandem aus Nele Kindt und Lilli Marlen Schwarz auf das Team von Paul Henry Redelstorff und Araik Muradian. Ein hohes Konzentrationsvermögen und ein Quäntchen Glück verhalfen schließlich den Jungen zum schulweiten Sieg. Anfang September stellen sich die beiden Schüler des Friedrich-Franz-Gymnasiums den neuen Herausforderungen im regionalen Wettbewerb in Wismar, wo sich ihnen die Chance bietet, sich für das bundesweite Finale in Rust Ende Oktober zu qualifizieren. Ungeachtet des Wettbewerbscharakters stand der Spaß am Umgang mit der Sprache im Mittelpunkt. Insbesondere Schülerinnen und Schüler ohne vorherige Russischkenntnisse erkannten, dass die slawische Sprache kein Buch mit sieben Siegeln ist. Dorothea Brinkmann sowie Christina Hecht, Organisatorinnen und Russischlehrerinnen am FFG, wünschen den beiden Finalisten Paul und Araik viel Erfolg beim Bestehen der nächsten Runde in der Hansestadt.

Foto: Die Finalisten des schulweiten Russischwettbewerbs Paul Henry Redelstorff, Araik Muradian, Nele Kindt und Lilli Marlen Schwarz. (v.l.n.r.). (Dorothea Brinkmann)

Autor: Max Zawadzki

28. Juni 2019 · Kommentare deaktiviert für Wiedersehen nach 50 Jahren · Kategorien: Allgemein

Denkt man daran, wie viel man sich oft nach einer erlebnisreichen Urlaubswoche gegenseitig zu berichten vermag, so muss es doch ein wahrer Schatz an Erfahrungen gewesen sein, den die Empfänger des diesjährigen Goldenen Abiturs kürzlich austauschen konnten. Ein halbes Jahrhundert nach ihrem Abitur im Jahr 1969 nutzten die ehemaligen Schülerinnen und Schüler der „B1 und B2“ die Chance, sich im festlichen Rahmen wiederzusehen.

Schulleiter Volkhard Merzsch, Physiklehrer Roland Seidel, die ehemalige Chemielehrerin Sigrid Passow und die Organisatorin Bärbel Lüdke begrüßten die ehemaligen Absolventen auf das Herzlichste. Freuen durften sich die Gäste auf ein buntes Kulturprogramm von versiertem Flötenspiel über facettenreiche Klänge des Akkordeons bis hin zu lyrischen Vorträgen. Neben den geistigen Vergnügen sorgten die Klasse 9b sowie die Mitglieder der Schülerfirma Rainbow Power Design auch für das leibliche Wohl. Für fröhliche Gesichter sorgte zudem eine privat entstandene Power-Point-Präsentation, die mit selbsterstellten Statistiken und dem Vergleich von damaliger persönlicher Einstellung zur Schule und der späteren Entwicklung der „Schüler“ im wahren Leben ein aufschlussreiches Bild ergab. Angereichert wurde das Zahlwerk durch eine Diashow mit vielen Erinnerungsfotos aus der gemeinsamen Zeit in Parchim. Besondere Freude hieran fanden die Ehemaligen der B1, welche sich seit 50 Jahren zum ersten Mal in großer Runde wieder sahen. Nach dem obligatorischen Schulrundgang hatten die Teilnehmer große Lust, die vergangenen Jahrzehnte Revue passieren zu lassen und ihre Erfahrungen miteinander zu teilen. Gekrönt wurde der Tag mit einer reich verzierten Jahrgangstorte von Sandra Rülke, einer Elternvertreterin der Klasse 9b, einer originell gestalteten Erinnerungskarte von Sigrid Passow sowie dem Gießen des Jahrgangsbaumes „Bergahorn“ samt prächtigem Messingschild. Sollten die Mitglieder des Abschlussjahrganges 1970 ebenfalls das Goldene Abitur feiern wollen, möchten sich diese bitte im neuen Schuljahr an den Schulleiter Volkhard Merzsch wenden.

Autoren: Bärbel Lüdke, Max Zawadzki

Bild: Die Goldabiturienten feiern ihr Wiedersehen nach 50 Jahren im Friedrich-Franz-Gymnasium. (Bärbel Lüdke)

28. Juni 2019 · Kommentare deaktiviert für Mit Wattestäbchen gegen Blutkrebs · Kategorien: Allgemein

Manchmal sind es die kleinen Gesten, die doch Großes bewirken. Der schnelle und einfache Einsatz eines Wattestäbchens ermöglicht nämlich eine Stammzellspende, die wiederum Leben retten kann. Im Juni hat das Friedrich-Franz-Gymnasium eine Partnerschaft mit der Deutschen Stammzellendatei (DSD) GmbH besiegelt. Der Biologiekurs der Fachlehrerin Inge Zühlsdorf erfuhr in einem Workshop durch die Referentin des DSD, Frau Fischer, wesentliche Fakten im Kampf gegen Blutkrebs. Dazu gehört, dass jährlich bis zu 32.000 Menschen die Diagnose Leukämie erhalten, 600 davon sind noch im Kindesalter. Lediglich 30 Prozent der Patienten finden einen Spender im familiären Umfeld, die übrigen 70 Prozent müssen auf nicht verwandte Spender hoffen. Um ein Zeichen zu setzen und um zu helfen, ließen sich 25 Schülerinnen und Schüler des Kurses mit Hilfe eines Wattestäbchens und der daraus gewonnen Speichelprobe typisieren. Dank des vorab eingeholten Einverständnisses der Eltern konnte dieser Schritt realisiert werden. Eine weitere Bedingung war ein Mindestalter der Schülerinnen und Schüler von 17 Jahren. Die aufgenommenen Werte der Typisierung bleiben bis zum 18. Lebensjahr eingefroren und werden erst danach in Betracht gezogen. Die Referentin des DSD zeigte sich begeistert von der Aufgeschlossenheit des jungen Publikums und honorierte das gute Lehrer-Schüler-Verhältnis. Aus ihrer Perspektive war der Workshop „sehr angenehm und ein großer Erfolg“. Zum Abschluss der Veranstaltung erhielt das Gymnasium die Partnerschaftsunterlagen sowie eine Symboltafel, welche zukünftig den Eingangsbereich der Schule zieren wird. Das Ziel, Leben zu retten, soll auch im nächsten Schuljahr verstärkt Beachtung finden. So plant Inge Zühlsdorf bereits, das nachhaltige Projekt auf die gesamte Jahrgangsstufe 11 auszuweiten, damit noch mehr Erkrankte eine Heilungschance erhalten können.

Autor: Max Zawadzki

Foto 1: Schülerinnen und Schüler des Biologiekurses am FFG sowie Lehrerin Inge Zühlsdorf nehmen die Symboltafel der Deutschen Stammzellendatei GmbH in Empfang. (Inge Zühlsdorf)

Foto 2: Die Schüler geben eine Speichelprobe mit einem Wattestäbchen ab, um sich in der Datei des DSD zu registrieren. (Inge Zühlsdorf)

24. Juni 2019 · Kommentare deaktiviert für Das FFG verabschiedet seine Abiturienten · Kategorien: Allgemein

Stundenpläne, Klausuren, das Pausengeschehen mit Freunden und die Ferien: Manchmal ist die Schule ein Kosmos für sich, der seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten folgt. Nach 12 Jahren Schulzeit kann man wohl von sich behaupten, man kennt sich aus im „Universum Schule“. Unter dem leicht ironisch gemeinten Motto „Abiversum – Die hellsten Sterne verlassen den Himmel“ ging der Lebensabschnitt „Schule“ der Abiturienten am Friedrich-Franz-Gymnasium jetzt zu Ende. Wo sonst lautstark Jugendliche ihre sportlichen Höchstleistungen ablieferten, breitete sich am vergangenen Freitag erwartungsvolle Stille aus.

Die Turnhalle verwandelte sich mit Hilfe vieler fleißiger Hände in eine festliche Bühne, die ca. 350 Gästen Platz bot, der Verleihung des diesjährigen Abiturs beizuwohnen. Insgesamt 54 Abiturienten nahmen Aufstellung vor den großen Lettern des Namenszuges des Friedrich-Franz-Gymnasiums, um das lang ersehnte Zeugnis in Empfang zu nehmen. In seiner Ansprache machte Schulleiter Volkhard Merzsch deutlich, was es heißt, Spuren zu hinterlassen – bei sich selbst und in der Gesellschaft. Spurenelementen nahm sich beispielsweise auch Abiturient Marcel Brandt an, indem er Zink oder Selen im Chemieunterricht nachwies. Für seine hervorragenden Resultate im Fachunterricht wurde er in die Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. aufgenommen. Konträr hierzu – auf den Gebieten der Epik, Lyrik und Dramatik – haben sich im Besonderen Romy Kohl (12b) und Lea Zaske (12c) hervorgetan, die eine Ehrenurkunde für das beste Deutschabitur 2019 verliehen bekommen haben. Neben diesen Auszeichnungen in den Fachdisziplinen gab es selbstredend auch Ehrungen für die Leistungsspitze des Jahrganges. Carolin Kautz aus der 12a und Hannes Knebler aus der Klasse 12b erreichten einen Abiturdurchschnitt von 1,4 und erhielten damit im übertragenen Sinne die Bronzemedaille im Wettrennen um den besten Durchschnitt.

Schulsprecher und langjähriger Drummer der Schülerband „Noisgate“, Pascal Wolf, erreichte die Abschlussnote von 1,3. Der Abiturient liefert ein gutes Beispiel dafür, dass sich soziales, musikalisches und naturwissenschaftliches Engagement durchaus vereinen können. Für seine Leistungen im naturwissenschaftlichen Bereich wurde er als Mitglied der „Deutschen Physikalischen Gesellschaft“ und der „Deutschen Mathematiker-Vereinigung“ aufgenommen. Nach dem Abitur zieht es Pascal nach Hamburg, wo er ein duales Studium im Bereich des Maschinenbauingenieurwesens aufnimmt. Er schätzt das norddeutsche Flair und möchte eine Rückkehr nach Mecklenburg-Vorpommern nicht ausschließen.

Mit einem Abiturdurchschnitt von 1,2 erarbeitete sich Mivia Loreen Kuhnke aus der Klasse 12b das beste Ergebnis am Friedrich-Franz-Gymnasium. In ihrer Schullaufbahn haben ihr vor allem die Fächer Mathematik und Physik besondere Freude bereitet. Mivia unterstrich dabei insbesondere das vertrauensvolle Verhältnis zu ihrer Klassenlehrerin bzw. Tutorin Michaela Lüders und lobte ihr unerlässliches Engagement für die Klasse über die verschiedenen Schuljahre hinweg. Die frischgebackene Abiturientin zeigt sich ganz regional verbunden und beginnt im September ein duales Studium an der Fachhochschule Güstrow, wo sie sich als Regierungsinspektoranwärterin dem Studium der öffentlichen Verwaltung widmen will. Langfristig möchte sie gerne in Mecklenburg-Vorpommern beruflich tätig bleiben und sich in ihrem Heimatbundesland eine Zukunft aufbauen.

Insgesamt erreichten die diesjährigen Absolventen einen Jahrgangsdurchschnitt von 2,45.  Diesen Erfolg feierten die Absolventen zusammen mit der Familie, Freunden und Lehrern in der Stadthalle von Parchim und bedankten sich hierbei auch bei ihren Tutorinnen Barbara Menzel (12a), Michaela Lüders (12b) und Marion Liermann (12c).

Als in der Nacht schließlich die letzten Abiturienten die Stadthalle verließen, hielt wohl jeder von ihnen kurz inne und stellte fest, dass dieses „Universum“ nun der Vergangenheit angehört. Nun kann eine neue Zeitrechnung beginnen, in der jeder Absolvent sich seine eigene kleine „Welt“ gestalten wird.

Autor: Max Zawadzki

Bild: Mivia Loreen Kuhnke und Pascal Wolf gehören zu den besten Abiturienten 2019 am Friedrich-Franz-Gymnasium. (Max Zawadzki)

17. Juni 2019 · Kommentare deaktiviert für Sportfest 2019 · Kategorien: Allgemein
13. Mai 2019 · Kommentare deaktiviert für Europa zwischen den Extremen – Friedrich-Franz-Gymnasium begeht den Europatag mit Projekten über politischen Extremismus · Kategorien: Allgemein

Europa zwischen den Extremen – Friedrich-Franz-Gymnasium begeht den Europatag mit Projekten über politischen Extremismus Sozialkunde, Geschichte und Deutsch – die drei Unterrichtsfächer fanden am vergangenen Donnerstag in einem Projekt zusammen. Fächerübergreifend und schulweit wurde das Leitthema der politischen Partizipation von Jugendlichen aufgegriffen und ganz unterschiedlich in Szene gesetzt. Die 7. Klassen befassten sich vor allem mit dem Demokratiebegriff ausgehend von der Antike, spannten einen Bogen zur aktuellen Migrationspolitik und verbanden dies kunstvoll mit dem Werk „Tschick“. Eine Jahrgangsstufe höher stand „Die Welle“ im Mittelpunkt und damit die Reflektion über das Entstehen autokratischer Bewegungen. Die Klassenstufe 9 setzte sich vor allem mit der Möglichkeit des Wählens ab 16 Jahren auseinander. Vor diesem Hintergrund schlüpften die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9c beispielsweise in die Rollen von Politikern verschiedener fiktiver Parteien und buhlten um die Gunst der Schülerstimmen. Die Aufgabe war es, die Mitschüler von einer vorgegebenen, teilweise abenteuerlichen Position zu überzeugen und auf diese Weise Sicherheit beim Argumentieren sowie im Umgang mit politischen Meinungen zu gewinnen. Mit ausgeklügelten Beispielen, eigens kreierten Slogans, einer eloquenten Vortragsweise und einer Prise Humor schafften es schließlich Theresia Kolbow und Maxim Tittel, sich im Wettstreit der Argumente gegen die anderen Kontrahenten durchzusetzen. Das Publikum belohnte deren Anstrengungen, indem es die Beiden an die Spitze wählte. Im gleichen Atemzug diente die Debatte dazu, Populismus zu dekonstruieren und als eine Gefahr für eine demokratische Grundordnung zu erkennen. Die Oberstufenjahrgänge 10 und 11 machten unter anderem die Entwicklungen innerhalb der Europäischen Union zum Thema und beleuchteten die Gefahren des Rechtsextremismus. Die Klasse 11b um Lehrerin Silke Danneberg ging darüber hinaus der Frage, nach wie politische Satire funktioniert. Der Projekttag sollte bewusst die üblichen Grenzen des Fachunterrichts überwinden und die Schülerinnen und Schüler auf das politische Geschehen in Deutschland und der EU aufmerksam machen. Möglich gemacht wurde der umfangreiche Projekttag durch die finanzielle Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Autor: Max Zawadzki

Bild: Maxim Tittel und Theresia Kolbow sind die Sieger in der „Wahlarena“ der Klasse 9c. (Max Zawadzki)

13. Mai 2019 · Kommentare deaktiviert für Parchims Zukunft · Kategorien: Allgemein

Am 03.05.2019 traf sich die Klasse10a des Friedrich-Franz-Gymnasiums mit mehreren Studierenden aus den Bereichen Städtebau und Ortsplanung sowie Architektur von der Technischen Hochschule Lübeck und der Leuphania Universität Lüneburg in der Stadthalle Parchim zu einem Workshop. Das große Thema war: „Was muss Parchim in Zukunft bieten, damit wir/ junge Leute nach dem Studium oder der Ausbildung zurück in die Stadt kommen?“ Der Tag begann mit der Begrüßung durch unseren Bürgermeister Herrn Dirk Flörke im kleinen Saal der Stadthalle. Nach kurzen Präsentationen, in denen Parchim durch filmische Beiträge und statistisches Material vorgestellt wurde, ging der spannende Teil los. Es wurden Gruppen gebildet, bestehend jeweils aus Studierenden aus Lüneburg, Lübeck und Schülern des FFG. Diese führten gemeinsam kleine Stadtrundgänge von ca. einer Stunde durch. Fünf Kriterien bekam jede Gruppe mit auf den Weg. Sie sollten einen besonders schönen Ort aufsuchen, einen eher „schlimmen“ und Orte, die mehr oder weniger Potenzial boten, um später sagen zu können, was man verbessern könnte und was die Stadt bereits ausmacht. Uns wurden häufig die Fragen gestellt, was wir uns wünschen würden, welche Kriterien die Stadt bieten müsste, welche Probleme es gibt und wo Orte sind, an denen wir uns wohl fühlen. Viele Informationen wurden ausgetauscht und nebenbei bekamen wir kleine Einblicke in studentisches Leben und Arbeiten. Zurückgekehrt in die Stadthalle, haben wir in den Gruppen unsere Gedanken geordnet, aufgeschrieben und somit grobe Konzepte erstellt. Es wurden uns neue Blickwinkel und Ansatzmöglichkeiten gezeigt, wie man an Aufgaben herangehen kann. Am 26. Juni findet ein zweiter Workshop statt, bei dem die Konzepte fertiggestellt und präsentiert werden sollen. Wir möchten uns bei allen Beteiligten dafür bedanken, dass wir die Chance bekommen haben, an der zukünftigen Entwicklung der Stadt Parchim ein wenig mitzuwirken, besonders bei unserem Klassenlehrer Herrn Neels, bei Prof. Dipl.-Ing. Frank Schwartze (TH Lübeck), Anika Slawski M.A. (TH Lübeck), Prof. Dr. Ing. Ursula Kirschner (Leuphania Universität Lüneburg), den Studierenden beider Hochschulen und dem Bürgermeister der Stadt Parchim. Der Tag war sehr bereichernd und eine ganz andere Art, schulisch zu arbeiten.

Autorin: Jule Kühn

Bild: Die Klasse 10a zusammen mit den Wissenschaftlern aus Lübeck und dem Bürgermeister Dirk Flörke vor der Stadthalle. (Jule Kühn)